Urlaubsanspruch-Rechner
Urlaubsanspruch-Rechner 2026: Urlaubstage berechnen, Kündigung & BUrlG
Kostenlos Urlaubsanspruch berechnen und Urlaubstage nach BUrlG prüfen — auch bei Kündigung, Resturlaub, Teilzeit oder Minijob. Trage deine Arbeitstage pro Woche ein; Eintritt, Austritt und genommene Tage findest du unter Erweiterte Angaben. Der Rechner berücksichtigt Wartezeit, erste vs. zweite Jahreshälfte und Rundung ab 0,5 Tagen. Optional: Schwerbehinderung (+5 Tage). Feiertage planen: Arbeitstage-Rechner. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Urlaubsanspruch verstehen & berechnen
So gehst du vor: Arbeitstage pro Woche in die BUrlG-Umrechnung (24 ÷ 6) × Arbeitstage/Woche einsetzen — bei fünf Tagen Mo–Fr sind das 20 Urlaubstage pro Jahr, sofern Tarif oder Vertrag nicht mehr vorsieht. Der Rechner oben übernimmt Formel, Wartezeit, Ein- und Austritt sowie Resturlaub.
Grundlage ist das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) in Deutschland: § 3 Abs. 1 sieht 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche vor — umgerechnet auf Mo–Fr üblicherweise 20 Arbeitstage. Den vollen Jahresanspruch erhältst du erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit (§ 4 BUrlG). Davor und bei Austritt in der ersten Jahreshälfte gilt Teilurlaub (§ 5 BUrlG: 1/12 je vollem Monat). Scheidest du nach erfüllter Wartezeit in der zweiten Jahreshälfte aus, steht der volle gesetzliche Jahresanspruch zu — auch ohne volles Kalenderjahr im Betrieb.
Mit anerkannter Schwerbehinderung (GdB ≥ 50) kommen nach § 208 SGB IX5 zusätzliche Arbeitstage hinzu (Option unter Erweiterte Angaben). Bei Teilzeit zählen feste Arbeitstage pro Woche, nicht die Stunden. Auszahlung bei Kündigung: Urlaubsabgeltung-Rechner; Lohn während Urlaub: Urlaubsentgelt-Rechner; Resturlaub im Jahreswechsel: Lexikon Resturlaub.
Kurzantwort — ab wann? Voller gesetzlicher Mindesturlaub nach 6 Monaten im Betrieb (§ 4 BUrlG). Davor nur Teilurlaub (1/12 pro Monat). Hintergrund: Lexikon BUrlG.
| Woche | Mindesturlaub (BUrlG §3) |
|---|---|
| 6 Arbeitstage (Mo–Sa) | 24 Werktage |
| 5 Arbeitstage (Mo–Fr) | 20 Arbeitstage (üblich) |
Arbeitstage pro Woche eintragen
Wähle 5, 6 oder 3 Tage/Woche oder trage deine individuelle Zahl (1–6) ein. Bei Teilzeit die tatsächlichen Wochentage — nicht Stunden.
Erweiterte Angaben (optional)
Eintritts- oder Austrittsdatum, vertragliche Urlaubstage, Schwerbehinderung (+5 Tage), bereits genommene Tage für Resturlaub.
Resturlaub berechnen (optional)
Trage bereits genommene Urlaubstage und optional ein Austrittsdatum ein — der Rechner zeigt den Resturlaub in der Aufschlüsselung.
Ergebnis & Export
Urlaubsanspruch und optional Resturlaub kopieren oder als PDF/CSV exportieren.
Urlaubstage berechnen: 5-Tage-Woche vs. 6-Tage-Woche vs. Teilzeit
Wie viele Urlaubstage dir zustehen, hängt von deinen Arbeitstagen pro Woche ab — nicht von Wochenstunden oder Gehalt. Tarif oder Vertrag können mehr vorsehen. Der gesetzliche Mindesturlaub ist bundesweit gleich (BUrlG); nur Feiertage unterscheiden sich nach Bundesland — beim Planen hilft der Arbeitstage-Rechner.
Beispiel Teilurlaub: Eintritt am 1. Januar, 5-Tage-Woche, Austritt am 30. Juni im selben Jahr → 6 volle Monate, Austritt in der ersten Jahreshälfte → 20 × (6÷12) = 10 Urlaubstage. Ein- und Austritt trägst du unter Erweiterte Angaben ein; der Rechner prüft Wartezeit und Jahreshälfte automatisch.
Vollzeit: 5- vs. 6-Tage-Woche
6-Tage-Woche (Mo–Sa)
Gesetzlicher Mindesturlaub: 24 Werktage/Jahr (BUrlG § 3 Abs. 1) – die Basis für alle Umrechnungen.
5-Tage-Woche (Mo–Fr)
Umgerechnet 20 Arbeitstage/Jahr (24 × 5/6) – der in der Praxis übliche Referenzwert.
Teilzeit: Pro-rata nach Wochentagen
4 Tage/Woche
16 Urlaubstage/Jahr — Formel: (24 ÷ 6) × 4.
3 Tage/Woche
12 Urlaubstage/Jahr — Formel: (24 ÷ 6) × 3.
2 Tage/Woche
8 Urlaubstage/Jahr — Formel: (24 ÷ 6) × 2.
1 Tag/Woche
4 Urlaubstage/Jahr — Formel: (24 ÷ 6) × 1.
Formel: Urlaubstage = (24 ÷ 6) × Arbeitstage pro Woche (5 Tage → 20, 4 Tage → 16). Teilurlaub bei fehlender Wartezeit oder Austritt in der ersten Jahreshälfte: Jahresurlaub × (volle Monate ÷ 12). Bruchteile ab 0,5 Tagen rundet § 5 Abs. 2 BUrlG auf. Der Rechner rechnet das für dich.
Urlaubsanspruch bei Kündigung und Austritt
Endet dein Arbeitsverhältnis, zählt der Urlaubsanspruch bis zum Austritt. Resturlaub = Anspruch nach § 5 BUrlG minus bereits genommene Tage. Nach erfüllter Wartezeit und Austritt in der zweiten Jahreshälfte gilt der volle Mindesturlaub; in der ersten Jahreshälfte oder ohne Wartezeit 1/12 pro vollem Monat.
Unter Erweiterte Angaben Eintritt, Austritt und genommene Tage eintragen — du siehst Anspruch und Resturlaub. Auszahlung in Euro: Urlaubsabgeltung-Rechner. Wann die Kündigung wirksam wird (§ 622), prüfst du separat im Kündigungsfrist-Rechner.
Resturlaub bei Kündigung: Tage berechnen und auszahlen lassen?
Schritt 1 — Anspruch: Arbeitstage pro Woche plus Ein- und Austritt (Wartezeit, erste vs. zweite Jahreshälfte). Schritt 2 — Resturlaub: Anspruch minus genommene Urlaubstage bis zum Austritt.
Beispiel: 20 Tage Jahresanspruch nach Wartezeit, 7 Tage genommen, Austritt 15. Oktober → 13 Tage Resturlaub. Nicht genommene Tage werden oft abgegolten, wenn du sie bis zum letzten Arbeitstag nicht mehr nehmen kannst.
Brutto-Schätzung der Auszahlung: Urlaubsabgeltung-Rechner. Übertrag ins Folgejahr betrifft laufende Arbeitsverhältnisse — siehe Abschnitt Urlaubsverfall bei Krankheit und Sonderfällen.
Kündigung im 2. Halbjahr: voller Urlaub nach Wartezeit (§ 5 BUrlG)
Nach erfüllter Wartezeit ja. Endet das Arbeitsverhältnis nach dem 30. Juni und du bist mindestens 6 Monate im Betrieb, steht dir der volle gesetzliche Mindesturlaub des Kalenderjahres zu, nicht 1/12. So liest sich § 5 Abs. 1 BUrlG: Teilurlaub (1/12 je vollem Monat) gilt bei Austritt in der ersten Jahreshälfte oder solange die Wartezeit nach § 4 nicht erfüllt ist.
Beispiel voller Anspruch: Eintritt 2025, 5-Tage-Woche, Austritt 31. August 2026 → 20 Urlaubstage für 2026. Beispiel Teilurlaub: Eintritt am 1. Juli 2026, Austritt zum Jahresende → 6 von 12 Monaten → 20 × (6/12) = 10 Urlaubstage, weil die Wartezeit in diesem Jahr noch nicht erfüllt ist.
Nicht genommener Resturlaub wird bei Austritt häufig abgegolten, wenn er nicht mehr genommen werden kann. Euro-Betrag: Urlaubsabgeltung-Rechner. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Kündigung in der Probezeit: Wann steht mir voller Urlaub zu?
In der Probezeit (häufig 6 Monate, vertraglich abweichend möglich) zählt die Betriebszugehörigkeit, nicht die Bezeichnung „Probezeit“. Solange die Wartezeit nach § 4 nicht erfüllt ist oder du in der ersten Jahreshälfte ausscheidest, gilt Teilurlaub: 1/12 je vollem Monat (§ 5 BUrlG).
Beispiel Teilurlaub: Eintritt 1. Januar, Kündigung nach 3 Monaten → 20 × (3/12) = 5 Urlaubstage. Endet das Arbeitsverhältnis nach erfüllter Wartezeit nach dem 30. Juni, steht der volle gesetzliche Jahresanspruch zu — auch wenn die Probezeit gerade erst vorbei ist. Es gibt keinen separaten „Probezeit-Urlaub“.
Urlaubsanspruch bei Minijob und Teilzeit
Für den gesetzlichen Mindesturlaub zählt, an wie vielen Wochentagen du arbeitest – Minijobber mit fester Wochenstruktur haben denselben Anspruch wie Vollzeitkräfte mit gleicher Tagesverteilung. Reduzierst du dagegen die Stunden pro Tag statt der Anzahl der Tage, bleibt dein Urlaubsanspruch in Tagen unverändert.
Urlaubsanspruch bei Teilzeit und Minijob berechnest du mit derselben Formel wie oben: (24 ÷ 6) × Arbeitstage/Woche. Der Minijob-Rechner fokussiert Grenzen und Entgelt — die BUrlG-Herleitung bleibt auf dieser Seite. Vertiefung: Ratgeber Urlaubsanspruch von Minijobbern, Lexikon Teilzeitarbeit. Stundenlohn-Kontext: Stundenlohnrechner; Feiertage beim Planen: Arbeitstage-Rechner.
Minijob, 1 fester Arbeitstag/Woche
Formel (24 ÷ 6) × 1 → typisch 4 Urlaubstage pro Jahr — abhängig von deiner Wochenstruktur und vom Vertrag.Minijob, 2 feste Arbeitstage/Woche
Zwei feste Tage: 8 Urlaubstage pro Jahr — in Tagen rechnen, nicht nach Stunden. Grenzen: Minijob-Rechner.Beispiel: 4-Tage-Woche (Mo–Do)
Vier feste Tage (Mo–Do): typisch 16 Urlaubstage — im Rechner „Arbeitstage pro Woche“ = 4 eintragen.Beispiel: 3-Tage-Woche
Drei feste Tage: typisch 12 Urlaubstage — Formel (24 ÷ 6) × 3. Tarifverträge können abweichen.
Urlaubsverfall bei Krankheit und Sonderfällen
Gesetzlicher Mindesturlaub muss genommen werden — sonst kann er verfallen. In der Praxis gilt für Resturlaub aus dem Vorjahr oft der 31. März des Folgejahres; längere Krankheit, fehlende Hinweise des Arbeitgebers oder Sonderfälle wie Mutterschutz und Elternzeit können das verschieben. Übertrag ins Folgejahr: Resturlaub ist üblicherweise bis 31. März nutzbar; danach kann er verfallen, wenn dein Arbeitgeber dich ordnungsgemäß informiert hat.
Krankheit: Übertragung über den 31. März hinaus
Oft zum 31. März des Folgejahres – mit einer wichtigen Ausnahme: Bist du längere Zeit arbeitsunfähig und kannst den Urlaub deshalb nicht nehmen, wird der gesetzliche Mindesturlaub über diesen Stichtag hinaus übertragen (in der Praxis bis 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres).
Voraussetzung ist in der Regel eine ärztliche Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit. Die genaue Frist im Einzelfall klärt HR oder eine Fachberatung – das ist keine Rechtsberatung.
Mutterschutz & Elternzeit: Was passiert mit meinem Urlaub?
Mutterschutz und Elternzeit lassen deinen Urlaubsanspruch grundsätzlich nicht verfallen – der Urlaub bleibt erhalten und kann nach Rückkehr genommen werden, auch über die reguläre Übertragungsfrist hinaus. Für die Elternzeit gilt zusätzlich: Dein Arbeitgeber darf den Erholungsurlaub für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit um 1/12 kürzen (§ 17 BEEG) – er muss diese Kürzung aber aktiv erklären, sonst bleibt der volle Anspruch bestehen.
Für die konkrete Berechnung deines Elterngelds während dieser Zeit nutze ergänzend den Elterngeldrechner – Urlaubsanspruch und Elterngeld sind rechtlich getrennte Themen. Details: Lexikon Urlaubsanspruch & Mutterschutz.
Sabbatical: Wie wirkt sich eine Auszeit auf meinen Urlaubsanspruch aus?
Ein Sabbatical ist gesetzlich nicht eigenständig geregelt – es basiert auf einer individuellen Vereinbarung mit deinem Arbeitgeber (z. B. Zeitwertkonto, unbezahlter Sonderurlaub oder angespartes Überstundenguthaben). Für den Urlaubsanspruch ist entscheidend, wie das Sabbatical vertraglich ausgestaltet ist:
- Ruhendes Arbeitsverhältnis (z. B. lange unbezahlte Freistellung): Der gesetzliche Mindesturlaub kann sich anteilig für die Dauer der Freistellung reduzieren.
- Zeitwertkonto-Modell: Du arbeitest vorher mehr oder sparst Gehaltsbestandteile an – dein regulärer Urlaubsanspruch bleibt in der aktiven Phase unverändert.
Weil die Ausgestaltung stark vertragsabhängig ist, ersetzt dieser Rechner keine individuelle Prüfung deiner Sabbatical-Vereinbarung mit HR.
Resturlaub: Übertrag ins Folgejahr & Verfall
Resturlaub aus dem Vorjahr darf in der Regel bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden — danach kann er verfallen, wenn dein Arbeitgeber dich rechtzeitig und konkret informiert hat. Ohne diese Hinweispflicht verfällt gesetzlicher Mindesturlaub oft nicht automatisch (EuGH/BAG).
Bei Kündigung zählt der offene Resturlaub bis zum Austritt; nicht genommene Tage werden häufig abgegolten (Urlaubsabgeltung-Rechner). Mehr zum Jahreswechsel: Lexikon Resturlaub. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Allgemeine Verfallsregeln & Informationspflicht des Arbeitgebers
Für den gesetzlichen Mindesturlaub gilt: Dein Arbeitgeber muss dich nach der EuGH-Rechtsprechung (bestätigt durch das BAG) rechtzeitig und konkret auf deinen Resturlaub und die Verfallsfrist hinweisen. Ohne diese Informationspflicht kann der Urlaub nicht automatisch verfallen – selbst wenn das Kalenderjahr oder die Übertragungsfrist (meist 31. März) verstrichen ist.
Übertragener Urlaub aus dem Vorjahr sollte in der Regel vor neuem Urlaub aus dem laufenden Jahr genommen werden. Für die lückenlose Dokumentation von Anträgen, Genehmigungen und Fristen hilft die digitale Urlaubsverwaltung von Ordio.
Urlaubsverwaltung digital bündeln
Kontingente im Team
Kontingente nach Eintritt, Teilzeit, Schwerbehinderung (+5 Tage) und Resturlaub im Team führen — ohne Excel-Listen und ohne die BUrlG-Formel jedes Mal von Hand.Einfache Genehmigung
Urlaubsanträge digital einreichen und genehmigen; Resturlaub und Übertrag sichtbar — der Rechner oben bleibt für schnelle Einzelfälle und Kündigung.Übersicht & Kontrolle
Behalte den Überblick über alle Urlaubstage, offene Resturlaube und Fristen (z. B. 31. März) im Team-Dashboard.
Für Teams: Ordio Abwesenheiten bündelt Kontingente, Anträge und Resturlaub — statt Excel und Rückfragen. Teilzeit, Schwerbehinderung und unterjährige Ein- oder Austritte legst du dort für alle fest. Dieser Rechner ist die schnelle BUrlG-Orientierung für dich allein (inkl. Kündigung); Ordio übernimmt die laufende Verwaltung im Betrieb.
Weitere kostenlose Tools
Entdecke weitere Rechner für Zeiterfassung, Lohnabrechnung und Personalmanagement.
Häufige Fragen zum Urlaubsanspruch-Rechner
Kann ich meinen Urlaubsanspruch bei Kündigung kostenlos berechnen?
Ja — kostenlos und ohne Anmeldung. Trage deine Arbeitstage pro Woche ein und unter Erweiterte Angaben das Austrittsdatum (optional Eintritt und genommene Tage). Du siehst den gesetzlichen Anspruch nach BUrlG und bei Bedarf den Resturlaub.
Nach Wartezeit und Austritt in der zweiten Jahreshälfte rechnet der Rechner den vollen Mindesturlaub, sonst 1/12 pro vollem Monat. Auszahlung in Euro: Urlaubsabgeltung-Rechner. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Warum habe ich vollen Urlaubsanspruch bei Kündigung im 2. Halbjahr?
Weil § 5 BUrlG dann den vollen Jahresanspruch vorsieht. Teilurlaub (1/12 je vollem Monat) gilt nur, wenn du in der ersten Jahreshälfte ausscheidest oder die Wartezeit (6 Monate, § 4) noch fehlt. Endet das Arbeitsverhältnis nach dem 30. Juni und bist du mindestens 6 Monate im Betrieb, steht der volle Mindesturlaub nach § 3 zu — nicht 1/12.
Gegenbeispiel Teilurlaub: Eintritt am 1. Juli, Austritt zum Jahresende → Wartezeit in diesem Jahr oft noch offen → 6/12, bei 20 Tagen also 10 Tage. Ein- und Austritt unter Erweiterte Angaben eintragen.
Wie berechne ich Resturlaub bei einer Kündigung?
Resturlaub = Anspruch minus genommene Tage — auch bei Kündigung. Zuerst den Jahres- oder Teilurlaub ermitteln (Arbeitstage pro Woche, Ein- und Austritt unter Erweiterte Angaben), dann die bereits genommenen Tage abziehen.
Beispiel: Austritt 31. August nach Wartezeit, 20 Tage Jahresurlaub, 8 Tage genommen → 12 Tage Resturlaub. Auszahlung: Urlaubsabgeltung-Rechner.
Kann ich mir Resturlaub bei einer Kündigung auszahlen lassen?
Oft ja — als Urlaubsabgeltung in Euro, wenn du die Tage bis zum Austritt nicht mehr nehmen kannst. Die Anzahl der Tage richtet sich nach BUrlG (Wartezeit, Jahreshälfte, genommene Tage) — nicht pauschal 1/12. Resturlaub = dieser Anspruch minus bereits genommene Tage.
Die Auszahlung ist in der Regel steuer- und sozialversicherungspflichtig. Schätze brutto und netto mit dem Urlaubsabgeltung-Rechner.
Wie kann ich meinen Urlaubsanspruch berechnen?
Formel für den Jahresrahmen: (24 ÷ 6) × Arbeitstage pro Woche. Bei Ein- oder Austritt im Jahr prüft der Rechner Wartezeit und § 5 BUrlG (Teilurlaub vs. voller Anspruch).
So nutzt du den Rechner:
- 1. Arbeitstage pro Woche (1–6) — bei Teilzeit weniger Tage, nicht weniger Stunden auf denselben Tagen
- 2. Optional Eintritt, Austritt, genommene Tage unter Erweiterte Angaben
- 3. Ergebnis lesen; Bruchteile ab 0,5 Tagen werden aufgerundet
Beispiele (5-Tage-Woche, 20 Tage/Jahr): Austritt 30. Juni in der ersten Jahreshälfte → oft 10 Tage (Teilurlaub). Austritt 31. August nach Wartezeit → 20 Tage (voller Anspruch). Optional Schwerbehinderung (+5) und Resturlaub.
Wie berechne ich Urlaub für angebrochene Monate?
1/12 je vollem Monat gilt nur als Teilurlaub — wenn die Wartezeit noch nicht erfüllt ist oder du in der ersten Jahreshälfte ausscheidest. Formel dann: Jahresurlaub × (volle Monate ÷ 12). Bruchteile ab einem halben Tag werden nach § 5 Abs. 2 auf volle Tage aufgerundet.
Nach erfüllter Wartezeit und Austritt in der zweiten Jahreshälfte gilt der volle gesetzliche Jahresanspruch, nicht 1/12. Der Rechner prüft das anhand von Ein- und Austritt unter Erweiterte Angaben.
Wie wird der Urlaubsanspruch bei einer Kündigung in der Probezeit berechnet?
Die Probezeit ändert nichts an der BUrlG-Formel. Entscheidend sind Wartezeit (6 Monate) und Austritt in der ersten vs. zweiten Jahreshälfte — nicht die Bezeichnung „Probezeit“.
- Teilurlaub: Eintritt 1. Januar, Austritt nach 3 Monaten → 20 × (3÷12) = 5 Tage
- Voller Anspruch: Wartezeit erfüllt, Austritt nach dem 30. Juni → voller Mindesturlaub (z. B. 20 Tage bei 5-Tage-Woche)
Eintritts- und Austrittsdatum unter Erweiterte Angaben eintragen.
Kann Resturlaub verfallen oder ins Folgejahr übertragen werden?
Übertrag ja — Verfall unter Bedingungen. Resturlaub aus dem Vorjahr darf üblicherweise bis 31. März genommen werden. Danach kann er verfallen, wenn dein Arbeitgeber dich rechtzeitig und konkret informiert hat — sonst kann der Verfall ausbleiben (EuGH/BAG).
Bei Krankheit: Längere Arbeitsunfähigkeit kann den Mindesturlaub über den 31. März hinaus verschieben (in der Praxis bis zu 15 Monate nach Urlaubsjahresende). Mutterschutz und Elternzeit haben eigene Regeln. Details im Abschnitt Urlaubsverfall bei Krankheit und Sonderfällen und im Lexikon Resturlaub.
Kann ich Urlaubsansprüche mit Ordio digital verwalten?
Ja. In Ordio Abwesenheiten führst du Kontingente, Anträge und Resturlaub digital – inklusive Teilzeit und Schwerbehinderung (+5 Tage). Dieser Rechner bleibt eine unverbindliche BUrlG-Orientierung; die Team-Verwaltung läuft im Produkt.
Wie hoch ist der gesetzliche Urlaubsanspruch in Deutschland — und ab wann besteht er?
Mindesturlaub: 24 Werktage bei 6-Tage-Woche, bei Mo–Fr üblicherweise 20 Arbeitstage pro Jahr (§ 3 BUrlG, Deutschland). Formel: (24 ÷ 6) × deine Arbeitstage pro Woche.
Ab wann der volle Anspruch: nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit (§ 4 BUrlG) — davor Teilurlaub mit 1/12 je vollem Monat. Tarif, Vertrag oder Schwerbehinderung können mehr Tage bringen (+5 Tage). Vertiefung: Lexikon BUrlG, Urlaubsanspruch, Resturlaub.
Wie hoch ist der Urlaubsanspruch bei Minijob und Teilzeit?
Nach festen Arbeitstagen pro Woche — nicht nach Stundenlohn oder Minijob-Grenze. Formel wie überall: (24 ÷ 6) × Arbeitstage/Woche.
Beispiele (Referenz 5-Tage-Woche = 20 Tage): 1 Tag/Woche → 4 Tage, 2 → 8, 3 → 12. Im Rechner deine Wochenstruktur eintragen.
Urlaubsanspruch von Minijobbern, Minijob-Rechner, Teilzeitarbeit.
Hängt der Urlaubsanspruch von den Wochenstunden oder von den Arbeitstagen ab?
Von den Arbeitstagen. Für den gesetzlichen Mindesturlaub zählt, an wie vielen Wochentagen du vertraglich arbeitest – nicht, wie viele Stunden du auf dieselben Tage verteilst. Kürzere Schichten montags bis freitags lassen die Zahl der Urlaubstage oft wie bei Vollzeit. Reduzierst du die Anzahl der Arbeitstage (z. B. 4-Tage-Woche), sinkt der Jahresurlaub typischerweise anteilig. Im Zweifel Vertrag, Tarif und HR prüfen.
Wie viele Urlaubstage bei 4-Tage- oder 6-Tage-Woche?
4-Tage-Woche: häufig 16 Tage Mindesturlaub — Formel (24 ÷ 6) × 4. Im Rechner 4 Arbeitstage pro Woche eintragen.
6-Tage-Woche (Mo–Sa): 24 Werktage nach § 3 BUrlG — Preset 6 Tage/Woche oder Zahl 6. Tarif oder Vertrag können abweichen.
Wie wirkt sich Elternzeit auf meinen Urlaubsanspruch aus?
Der Anspruch verfällt in der Elternzeit grundsätzlich nicht. Dein Arbeitgeber darf den Erholungsurlaub pro vollem Kalendermonat Elternzeit um 1/12 kürzen (§ 17 BEEG) — aber nur, wenn er das ausdrücklich erklärt.
Mehr im Abschnitt Mutterschutz & Elternzeit auf dieser Seite. Elterngeld berechnen: Elterngeldrechner.
Gilt der Rechner für Beamtinnen und Beamte?
Nein. Beamte unterliegen anderen Gesetzen (Bundes- oder Landesbeamtenurlaub). Dieser Rechner gilt für typische private Arbeitsverhältnisse nach BUrlG.
Wie wirkt sich ein Sabbatical auf meinen Urlaubsanspruch aus?
Es kommt auf den Vertrag an — ein Sabbatical steht nicht im BUrlG. Bei ruhendem Arbeitsverhältnis kann sich der Mindesturlaub anteilig reduzieren; bei Zeitwertkonto-Modellen bleibt er in der aktiven Phase oft unverändert.
Der Rechner ersetzt keine individuelle Vereinbarung mit HR. Mehr Kontext findest du im Abschnitt Urlaubsverfall bei Krankheit und Sonderfällen auf dieser Seite.